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Hier finden Sie die Wertungsliste des Rodelrennens vom Sonntag, den 4. Jänner 2009.


Alois Schneider

Hauptmann der Schützenkompanie Oberwielenbach


Am 18. Februar 2008 wurde Alois Schneider wiederholt zum Schützenhauptmann der Kompanie Oberwielenbach gewählt. Anlässlich dieses Ereignisses haben wir ihm einige Fragen gestellt:

Frage: Wann und wieso bist du zu den Schützen gegangen?

Hauptmann "Lois": 1969. Nächstes Jahr werden es also 40 Jahre. Ich bin Ideator und Gründer der Kompanie. Weitere Gründungsmitglieder sind noch Steiner Paul und Niederbacher Wilhelm, die heute noch bei der Kompanie tätig sind. Mein Interesse war schon 1959 da, jedoch gelang es mir erst 10 Jahre später, einige für meine Überzeugung zu gewinnen. "Moar Edl", der "olte Indorschte" und der "Zimmra Paule" halfen mir einige junge Männer zusammenzutrommeln und so gelang es uns, die Kompanie wiederzugründen.

Frage: Wie lange bist du Schützenhauptmann?

Hauptmann "Lois": Seit 36 Jahren. Von 1969 bis 1981 und 1984 bis heute. Eine Amtsperiode übernahm der "Lonza Edl". Bei unserer Kompanie in Oberwielenbach ist es so wie beim Kaiser: da gilt auch Lebenszeit.

Frage: Welche Erlebnisse haben sich in dieser langen Zeit eingeprägt?

Hauptmann "Lois":: Da gibt es viele. Besondere Ereignisse waren: die Gründungsfeier, die 25-Jahr Feier, die 30-Jahr Feier mit der Fahnenweihe unserer Kompanie, dies waren einmalige Erlebnisse. Auch die 150 Jahr-Feier Andreas Hofer im Jahre 1959 in Innsbruck war etwas ganz besonderes für mich. Damals war unsere Kompanie durch eine Fahnenabordnung vertreten. Besonders fasziniert haben mich immer schon die Fahnenweihen.

Frage: Wie stand/steht die Bevölkerung zur Schützenkompanie?

Hauptmann "Lois": Bei der Neugründung war die Begeisterung der Bevölkerung eher gering. Man sagte mir, die Schützen seien überflüssig. Erst seit wir Schützen mit der Friedhofs- und Kriegerdenkmalpflege vertraut sind und auch das Ostergrab errichten, kam die Bevölkerung zur Einsicht, dass auch die Schützen zu einem guten Dorfleben beitragen können.

Frage: Gibt es Beschwerden über das Schießen, wie es in anderen Orten der Fall ist?

Hauptmann "Lois": Bis jetzt beschwerte sich noch niemand. Auch Herr Pfarrer Viktor gab uns die Erlaubnis, mit den Gewehren die Kirche zu betreten. Dabei hob er besonders das vorbildliche Verhalten der Schützen beim Segen der Prozessionen hervor, denn heute würde sonst kein "olts Weibile" mehr niederknien.

Frage: Wie bist du mit der diesjährigen Wahl zufrieden?

Hauptmann "Lois": Die Wahl des Hauptmannes stellte ich meinen Kameraden/innen frei. Als sie sagten, sie seien mit mir zufrieden, dachte ich mir: "Jo, jo, guit, guit, nuar moche hot nö 3 Johr." Man sicherte mir die volle Unterstützung, im Bezug auf das Jahr 2009 zu.

Frage: Welche Erwartungen und Wünsche hast du für die nächsten 3 Jahre?

Hauptmann "Lois": Erstens wünsche ich mir noch einige Schützen, damit die Kompanie vollzähliger ist. Zurzeit sind Oberjäger Andreas und Oberleutnant Martin "auf der Jagd ... natürlich nach Schützen".
Zweitens hoffe ich auf eine weiterhin geschlossene Kompanie, die immer nach vorne schaut.

Frage: Was sagst du zu deinen besten Schießergebnissen?

Hauptmann "Lois": Mit meinen Schießergebnissen bin ich sehr zufrieden. Stolz bin ich besonders auf Gold mit Silberkranz und auf die "Schnuire".

Frage: Was sind deine höchsten Auszeichnungen?

Hauptmann "Lois": Die höchste ist die Verdienstmedaille des Landes Tirol, die ich am Hoch unser Frauen Tag 2001 in Innsbruck überreicht bekam. Wichtig ist mir auch die Verdienstmedaille in Gold vom Südtiroler Schützenbund, die ich um Andreas Hofer 2001 erhalten habe und die Verdienstmedaille in Silber als Mitglied bei den Schützen. Letztere werde ich nächstes Jahr in Gold bekommen.

Frage: Das Jahr 2009?

Hauptmann "Lois": Nächstes Jahr könnten wir einige Tage durchfeiern, denn es gibt einige Jubiläen: 200 Jahre Andreas Hofer, 100-jähriges der historischen Fahne, 10 Jahre der neuen Fahne und 40 Jahre "Wiolepocha Schützenkompanie". Wenn so viele Gedenkjahre zusammenfallen, ist es für mich als Schützenhauptmann eine besondere Ehre die Kompanie anzuführen.

Frage: Was hältst du vom Zusammenhalt in der Kompanie?

Hauptmann "Lois": Großartig! Ich freue mich sehr, dass in den letzten 10 Jahren die Kompanie immer mehr zusammengewachsen ist.

Frage: Wie gefiel dir die Messe um Andreas Hofer?

Hauptmann "Lois": "Des isch nö nio do giwedn! Earschtns schun amo die Predig fan Viktor: a selina hota nö nio g'holtn, weil des mit do Heimat hota gonz guit gimocht. Nuar ot nö dozui gipasst, bol die Singa mit ihra Liodo dozui kemm san, und is hegste worn wo die Ministrontn, dassze heure giterft hom in do Trocht ministriern. Do gonze Tog, fan Kirchn weg bis zin Ende fa do Vosommlung, wor recht intressant."

(Das ist noch nie da gewesen! Erstens die Predigt von Viktor: eine solche Predigt hat er noch nie gehalten, denn das mit der Heimat hat er sehr gut gemacht. Dazu passten noch die gut ausgewählten Lieder des Viergesanges, doch das schönste waren wohl die Ministranten, die heuer in der Tracht ministrieren durften. Der ganze Tag, vom Beginn der Messe bis zum Ende der Jahreshauptversammlung, war recht interessant.)

Frage: Welche Eigenschaften sollten einen Schützen in der heutigen Zeit prägen?

Hauptmann "Lois": Kulturpflege und Treue zur Heimat und Sprache, wie es für einen Tiroler selbstverständlich sein sollte. Drittens Hilfsbereitschaft in der Kompanie und auch im Alltag. An erster Stelle sollte aber für jeden die Kameradschaft stehen.


(Das Interview führten Barbara und Katharina, Marketenderinnen der Schützenkompanie Oberwielenbach)

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